Letztens war es endlich soweit - mein Notebook wurde in die Gegenwart geholt. Nachdem ich vor einiger Zeit schon ein
RAM Upgrade spendiert habe wurde es Zeit den nächsten Flaschenhals anzugehen.
Jahrelang galt immer die CPU als Schwachpunkt, immer und immer wieder wurde an dieser Stelle gearbeitet. Mittlerweile, besonders im Bereich der "Bürorechner" spielt dieser Faktor eigentlich kaum mehr eine Rolle. Auch in meinem Fall war das wohl so. Ein guter, alter Intel Centrino mit 2x2.53Ghz verrichtet seit eh und je seine Arbeit - und bietet auch genug Leistung um eine Virtuelle Maschine ordentlich zu betreiben.
Grafikkarte? Nicht wirklich wichtig wenn man nur schreibt, liest und Musik hört.
RAM? 4GB sind mehr als genug für meine Zwecke. Kein swappen mehr - auch nicht mit einer laufenden VM.
Ja, die HDD war wohl das letzte das einigermaßen schmerzfrei auf einen aktuellen Stand gebracht werden konnte... Nachdem dieser Entschluss getroffen war wurden diverse Foren unsicher gemacht. Schnell war eines klar: OCZ ist unser Freund. Egal ob Vertex2, Vertex3 oder die gerade neu erschienene Agility-Serie, über jede las man praktisch nur positives Feedback.
Letztendlich ist es eine Agility3 mit 120GB geworden, da sie zum Bestellzeitpunkt im Gegensetz zur Vertex 3 auf Lager war...
Zwei Tage später bekam ich das gute Stück dann nach Hause geliefert. Notebook umgedreht, Schraube zum Festplatten-Schacht aufgemacht, alte HDD raus, SSD im Rahmen geschraubt - Feuer frei.
Da ich zu faul war mein System zu sichern stand jetzt die Installation des Betriebssystem an. Fedora 16 geladen, DVD gebrannt und ins Laufwerk gelegt. In dem Moment in dem ich auf "Installieren" geklickt hatte, wurde ich das erste mal begeistert: Der Balken mit dem Installationsfortschritt flog geradezu über den Bildschirm. Innerhalb von fünf Minuten war die Installation abgeschlossen. Und auch nach dem booten gingen die Begeisterungsmomente noch nicht direkt verloren. Chrome starten - in dem Moment in dem man auf das Icon klickt ist er schon da. Thunderbird startet unter 2 Sekunden, und auch das Monster Eclipse findet sich deutlich schneller auf dem Desktop wieder wie man es gewohnt ist.
Einziger Wermutstropfen: Die Bootzeit könnte noch schneller sein, allerdings liegt das wohl nicht mehr an der Platte, sondern an diversen Diensten etc - das bedarf einer genaueren Untersuchung. Aber macht eigentlich auch nichts, denn seitdem die SSD verbaut ist kann man Hibernate nutzen ohne im Anschluss ca 3x die Bootzeit zu warten bis der RAM wieder im RAM ist und man weiterarbeiten kann!
Richtig stark ist auch das Kopieren von Daten auf einem USB-Stick (entsprechender Stick vorausgesetzt), das geschieht wohl mit SATA-Controller Höchstgeschwindigkeit.
Soviel erst einmal zum Thema Geschwindigkeit. Doch wie sieht's mit dem Speicherplatz aus? Ich habe mich beim Kauf bewusst gegen eine Platte mit 2xx GB entschieden, da diese wirklich noch unanständig teuer waren, und ich auf dem Notebook sowieso kaum Daten habe die nicht im Textformat sind. Ein paar GB Musik, 2-3 Wallpaper und das war's. Und bisher hab ich den Speicherplatz auch nicht vermisst. Warum auch - Musik gibt es dank Google Music, last.fm, Grooveshark oder Spotify überall wenn Internet vorhanden ist, Filme machen auf dem 15" Display sowieso keinen Spaß und unglaublich viele Bilder die ich dauernd mitnehmen muss habe ich auch nicht.
Falls man jedoch einen Dual-Boot Betrieb plant sollte man aber dennoch eine größere SSD kaufen, da 60GB für jedes System schon arg schlank sind - da darf man wirklich keinerlei Zusatzdaten mit sich herumtragen. Und wenn ich darauf schon achten muss geht ja auch jeder Spaß an der Rechnernutzung verloren.
1010,
mri